HERBST. THEORIE ZUR PRAXIS: Where are we now?

„herbst. THEORIE ZUR PRAXIS“ ist das Magazin zum steirischen herbst und erscheint einmal jährlich begleitend zum Festival. Redaktion 2017: Martin Baasch, Wilma Renfordt, Andreas R. Peternell, Thomas Wolkinger.

Where Are We Now?

Im „Wirbelsturm der Gegenwart“, schreibt Thomas Macho in seinem Essay für dieses Magazin, drohe nicht nur die Vergangenheit nach und nach zu verschwinden sondern auch die Zukunft. Ein „synchronistisches Bewusstsein“ der globalen Gleichzeitigkeit von schlechten Nachrichten und Katastrophen, ein Szenario der Hoffnungslosigkeit beherrsche unser Denken. Die Frage, die der steirische herbst im Jahr seiner 50. Wiederkehr stellt – „Where are we now?“ – ist daher nicht nur eine Referenz an David Bowies großen Song, in dem er sich in das Berlin der späten 70er Jahre und an die Zeitenwende von 1989 zurückdenkt, sondern auch ein Versuch, im „Auge des Sturms“ einen Moment innezuhalten. Und auszuloten, woher der Wind eigentlich weht, ob unsere Navigationshilfen noch taugen und was das allenfalls für das Setzen der Segel zu bedeuten hätte.

So wie das Festival heuer aus den unterschiedlichsten Perspektiven zurückblickt, um einen Schritt voranzukommen, um neues Terrain zu gewinnen, so versucht auch das Magazin „herbst. THEORIE ZUR PRAXIS“ einmal mehr, die Fragestellungen, die Versuchsanordnungen und künstlerischen Produktionen des Festivals zu begleiten, zu erweitern und zu vertiefen. Die zahlreichen Publikationen und Sonderprojekte ergänzend, die der steirische herbst heuer zur Standortbestimmung konzipiert hat – das herbstbuch. 1968-2017, das Künstlerbuch Where are we now?, die Ausstellung Diese Wildnis hat Kultur im GrazMuseum, das digitale herbst-Archiv und viele mehr –, bietet sich das Magazin als künstlerisch-diskursiver „Soundtrack“ zur 50. Ausgabe des steirischen herbst an.

Im Kapitel Walking the Dead etwa – noch einmal Danke, David Bowie –, das produktive Zugriffe auf das Archiv des Gestern thematisiert. Mit einem feingeschliffenen Essay von Peter Engelmann zum Beispiel, dessen wunderbarer Passagen-Verlag sich wie kein anderer um die Vermittlung der Philosophie der Postmoderne im deutschsprachigen Raum verdient gemacht hat und heuer ebenfalls ein Jubiläum begeht. Oder, im Kapitel Undead (der Dank geht an Bauhaus), mit einem raren Gespräch mit Elfriede Jelinek, deren Jahrhundertroman Die Kinder der Toten im Mittelpunkt eines großen Festivalschwerpunkts im Mürzer Oberland steht.

Außerdem: Beiträge von, mit und über Walid Raad, Mette Ingvartsen, Ghayath Almadhoun, Puneh Ansari, Augustin Rebetez, Tianzhuo Chen, Terence Nance… Was aus all dem für die Zukunft zu gewinnen sein wird? „The moment you know / You know“, singt Bowie.

>>> Zur digitalen Ausgabe

2017 Cover

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

Reiningherz

Eine Initiative des Vereins Stadtdenker*innen

Kaffee Kongo

Fiston Mwanza Mujila - Lyrik, Prosa & Theater

Barbara Kaufmann

Mode und Depression

Greater Surbiton

The perfect is the enemy of the good

here * there * everywhere

(uschnikowas unregelmässiges reise & fototagebuch)

Feuilletonsern

Vielfältig wie ein Feuilleton in einer Qualitätszeitung

heidenspassblog

heidenspassige Geschichten und Eindrücke

GRANDHOTEL COSMOPOLIS

Springergäßchen 5 – 86152 Augsburg – Tel.: +49 821 450 82 411 – Café täglich geöffnet von 9 – 22 Uhr bei Veranstaltungen openend

hokusblogus

Weil "normal" nicht in Frage kommt

Die Rabtaldirndln

Theaterkollektiv

Gentrification Blog

Nachrichten zur Stärkung von Stadtteilmobilisierungen und Mieter/innenkämpfen

wotke bloggt

Journalismus, Medien und Politik

%d bloggers like this: